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Gartendusche planen: Standort, Wasser, Ablauf – und was im Winter passiert

Eine Außendusche gehört zu den Dingen, die man im Juli kauft und im August bereut – wenn man vorher die falsche Frage gestellt hat. Die richtige lautet nämlich nicht „welches Modell“, sondern „wohin mit dem Wasser“.

Zuerst der Standort, dann das Produkt

Die meisten planen eine Gartendusche vom Objekt her: schönes Modell gesehen, gekauft, hingestellt. Danach stellt sich heraus, dass der Platz falsch war – und eine Dusche umzustellen ist unangenehmer als ein Stuhl.

Drei Dinge entscheiden über den Standort:

Der Weg. Eine Dusche wird benutzt, wenn sie auf dem Weg liegt. Zwischen Pool und Terrasse, an der Gartentür, dort wo die sandigen Füße ohnehin vorbeikommen. Steht sie zehn Meter abseits, duscht niemand – man läuft einfach ins Haus.

Die Sonne. Ein Platz, der nachmittags Sonne bekommt, macht das Duschen im Mai und September erträglich. Ein Platz im Dauerschatten wird ab September nicht mehr angefasst.

Die Blicke. Der ehrlichste Punkt und der, den fast alle unterschätzen. Von wo ist die Dusche einsehbar? Nachbarfenster, Gehweg, Straße? Es lohnt, einmal in Badekleidung an der geplanten Stelle zu stehen und sich umzusehen, bevor irgendetwas gekauft wird.

Der Wasseranschluss ist meist kein Problem

Hier wird oft mehr Aufwand vermutet, als nötig ist. Praktisch alle mobilen Außenduschen werden über eine Schnellkupplung an einen gewöhnlichen Gartenschlauch angeschlossen. Kein Graben, kein Installateur, kein Fundament – aufstellen, anschließen, fertig.

Ein fester Anschluss lohnt sich nur, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Die Dusche steht dauerhaft am selben Platz, und Sie wollen den Schlauch nicht sehen. Alles andere spricht für die einfache Lösung.

Warmwasser ist ein eigenes Thema. Ohne Anschluss an die Hausinstallation bleibt es beim Leitungswasser – im Hochsommer angenehm, im Mai eine Mutprobe. Wer regelmäßig warm duschen will, kommt um eine feste Installation nicht herum. Wer die Dusche zum Abspülen nach dem Pool nutzt, braucht sie nicht.

Der Ablauf – die Frage, die keiner stellt

Und die einzige, bei der man richtig Geld ausgeben kann, wenn man sie zu spät stellt.

Duschwasser muss irgendwohin. Auf Rasen ist die Stelle nach zwei Wochen ein Morast und nach vier ein kahler Fleck. Auf dichten Platten steht das Wasser. Was funktioniert, ist ein Untergrund, der versickert: Kies, Splitt, ein Holzrost, oder Platten mit Gefälle. Viele Duschen bringen einen eigenen Trittrost mit – der löst das Problem direkt unter den Füßen, aber nicht das darunter.

Und dann ist da noch der rechtliche Teil, den Prospekte gern auslassen. Reines Duschwasser ohne Zusätze ist unkritisch. Sobald aber Seife, Shampoo oder Sonnencreme ins Spiel kommen, ist es Grauwasser – und was damit im Garten passieren darf, handhaben Gemeinden und Bundesländer unterschiedlich. Wir sind keine Behörde und geben hier keine Rechtsauskunft: Wenn Sie einen festen Ablauf planen oder regelmäßig mit Seife duschen wollen, fragen Sie vorher bei Ihrer Gemeinde nach. Das kostet ein Telefonat und erspart im Zweifel den Rückbau.

Material: der Unterschied zeigt sich im dritten Jahr

Eine Gartendusche steht das ganze Jahr draußen, wird ständig nass und trocknet wieder. Das ist für Metall ungefähr der härteste Alltag, den es gibt.

Lackierter Stahl hält genau so lange, wie der Lack unverletzt bleibt. Der erste Kratzer ist der Anfang: Rost kriecht unter die Farbe und arbeitet weiter, wo man ihn nicht sieht.

Feuerverzinkter Stahl funktioniert anders. Das Zink verbindet sich beim Tauchen in die 450 Grad heiße Schmelze metallurgisch mit dem Stahl – der Schutz sitzt nicht auf dem Material, sondern in ihm. Und wird die Oberfläche verletzt, opfert sich das Zink zugunsten des Stahls. Kratzer sind damit kein Schaden, sondern genau der Fall, für den das Material gemacht ist.

Beim Holz gilt Ähnliches: Akazie und Robinie sind von Natur aus witterungsbeständig und brauchen keinen chemischen Schutz. Sie vergrauen mit den Jahren silbrig – das ist keine Alterserscheinung, sondern der Normalzustand. Wer den Warmton erhalten will, ölt gelegentlich nach.

Winter: die Dusche darf bleiben, das Wasser nicht

Eine Dusche aus wetterfestem Material muss im Herbst nicht abgebaut werden. Was raus muss, ist das Wasser.

Gefrierendes Wasser dehnt sich um etwa neun Prozent aus. In einem geschlossenen Rohr ist das genug, um Leitungen und Armaturen zu sprengen – und man merkt es erst im Frühjahr, wenn man aufdreht. Also: Schlauch abnehmen, Leitung entleeren, Hahn offen stehen lassen, damit Restwasser ablaufen und ausdehnen kann.

Das ist die gesamte Winterarbeit. Fünf Minuten im Oktober.

Welches Modell zu wem passt

Grob lassen sich drei Situationen unterscheiden.

Der feste Platz am Pool. Wenn die Dusche eine Adresse hat und auch optisch etwas darstellen soll, lohnt ein Modell mit Präsenz. Die Cascade von Atelier Tradewinds ist so eines: 220 cm hoch, ohne Duschkopf – das obere Querrohr lässt das Wasser als geschlossenen Vorhang fallen. Trittrost aus Akazie, Rahmen aus feuerverzinktem Stahl, zwei Nylongleiter auf der Rückseite, falls sie doch einmal umziehen muss.

Der Platz, der sich noch ändern kann. Wer nicht sicher ist, wo die Dusche am Ende stehen soll – und das sind mehr Leute, als es zugeben – fährt mit einem mobilen Modell besser. Die Show'r braucht weder Fundament noch Installation, steht auf einem Sockel aus Robinienholz und lässt sich versetzen, wenn sich der Garten ändert.

Nur schnell die Füße. Wenn es gar nicht ums Duschen geht, sondern um Sand, Erde oder Hundepfoten, ist eine große Dusche zu viel des Guten. Die Fieldshow'r wird mit dem Fuß bedient – Pedal treten, Wasser läuft, Hände bleiben frei.

Die kurze Fassung

Standort vor Produkt. Der Schlauchanschluss reicht fast immer. Der Ablauf ist die Frage, die man vorher stellen muss, nicht nachher. Und beim Material entscheidet nicht der erste Eindruck, sondern das dritte Jahr.

Alle Modelle im Überblick finden Sie unter Tradewinds Außenduschen, die vollständige Kollektion des belgischen Ateliers auf der Markenseite von Atelier Tradewinds. Gestaltungsideen für Terrasse, Pool und Garten sammeln wir auf garten-ideen.eu.

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