2017 haben wir in Heiligendamm, dem ältesten Seebad Deutschlands, die Terrasse und den Balkon eines klassizistischen Hauses mit Teakmöbeln von Barlow Tyrie eingerichtet. Auf der Terrasse entstanden ein Ruheplatz mit zwei Liegen und ein Essplatz für vier Personen, auf dem Balkon mit freiem Blick über die Ostsee eine Essgruppe mit drei Hochlehnern und eine Kissentruhe. Ein Projekt, das zeigt, wie gut englisches Teak, weiße Bäderarchitektur und nordisches Licht zusammenpassen.
Heiligendamm ist ein Ort mit klarem Charakter. Die weißen Fassaden der Bäderarchitektur, der Blick über das Wasser, das helle, oft kühle Licht der Ostsee – jede Möblierung muss sich diesem Rahmen unterordnen. Lautes Design hätte hier keinen Platz. Gesucht war deshalb eine Ausstattung, die zurückhaltend wirkt, dem Seeklima standhält und auch nach Jahren noch selbstverständlich aussieht.
Die Ausgangslage: Terrasse und Balkon an der See
Das Haus hat zwei Außenräume mit sehr unterschiedlichen Aufgaben. Die Terrasse liegt auf der Vorderseite vor der reinweißen Fassade, gerahmt von einem Vorgarten mit Buchseinfassung. Sie sollte Platz für zwei Nutzungen bieten: Ruhe in der Sonne und gemeinsames Essen. Der Balkon ist von einem dekorativen schwarzen Geländer eingefasst und öffnet sich zur Ostsee. Hier ging es um den Blick – und um Stauraum, denn auf einem Balkon gibt es keinen Schuppen für Polster und Handtücher.
Für beide Bereiche haben wir uns für Barlow Tyrie entschieden. Die englische Manufaktur baut Teakmöbel in einer Formensprache, die eher an Bootsbau und Landhaus erinnert als an Designmode. Gerade das passte zu einem Haus, dessen Architektur ihre Wirkung aus Ruhe und Symmetrie bezieht.
Die Terrasse: Liegen, Schirm und eine runde Tafel
Auf der Terrasse stehen zwei Liegen aus der Monaco Serie. Ihre Rückenlehne lässt sich in fünf Stufen verstellen, unter der Liegefläche lässt sich zu beiden Seiten ein Tablett herausziehen – praktisch für ein Getränk am Mittag oder einen Cocktail am Abend. Daneben haben wir eine Sitzgruppe angeordnet: den runden Ascot Klapptisch mit 110 cm Durchmesser, an dem vier bis sechs Personen Platz finden, und dazu vier Monaco Armlehnstühle. Ihre klare, leicht skandinavisch wirkende Linie passt gut in eine Region, die seit jeher nach Norden schaut.
Der Tisch hat eine Öffnung für einen Sonnenschirm. Wir haben den quadratischen Napoli Sonnenschirm trotzdem nicht in den Tisch gestellt, sondern zwischen Sitzgruppe und Liegen. So spendet ein einziger Schirm beiden Bereichen Schatten, und die Tischmitte bleibt frei. Die helle Bespannung nimmt das Weiß der Fassade auf; zusammen mit dem Grün der Buchshecke und dem warmen Ton des Teaks entsteht ein ruhiges, dreifarbiges Bild.
Tisch und Stühle lassen sich zusammenklappen. Für ein Haus an der See ist das mehr als ein Detail: Bei Sturm oder im Winter sind die Möbel in wenigen Minuten verstaut, und die Terrasse lässt sich frei machen, wenn sie für etwas anderes gebraucht wird.
Den Esstisch haben wir nah an die Terrassentür gestellt. Der Weg aus der Küche ist kurz, das Geschirr schnell draußen. Solche Entscheidungen klingen banal, entscheiden aber darüber, ob ein Essplatz im Alltag genutzt wird oder nur gut aussieht.
Der Balkon: Hochlehner mit Blick aufs Meer
Auf dem Balkon stand der Blick im Vordergrund. Um einen quadratischen Teaktisch haben wir drei Ascot Hochlehner-Klappstühle gruppiert – so, dass jeder Platz zur Ostsee ausgerichtet ist. Die hohe, verstellbare Rückenlehne macht aus dem Essstuhl nach dem Abendessen einen Sessel; man bleibt sitzen, wenn die Sonne über dem Wasser untergeht. Auch hier hat der Tisch eine Schirmöffnung, die auf dem Balkon nicht gebraucht wurde.
An der Breitseite des Balkons steht eine Kissentruhe aus Teak. Sie nimmt Sitzpolster, Handtücher nach dem Baden und das Badmintonset auf und ist über ein unauffälliges Schloss in der Front verschließbar. Der Deckel ist in der schlichten Lattenoptik der übrigen Möbel gehalten, sodass die Truhe nicht wie ein Stauraum wirkt, sondern wie ein weiteres Möbel.
Wind, Licht und Bäderarchitektur
An der Küste bestimmt der Wind die Möblierung mehr als anderswo. Liegen und Essplätze gehören möglichst in den Windschatten des Hauses, wo die Fassade die vorherrschenden Winde abhält. Ein Sonnenschirm an der See wird bei aufkommendem Wind geschlossen – ein Schirm mit stabilem Fuß oder einer Bodenhülse ist hier Pflicht, kein Zubehör.
Das Licht ist der zweite Faktor. Die Ostsee reflektiert, die weißen Fassaden der Bäderarchitektur ebenso; an hellen Tagen wirkt eine Terrasse an der See oft deutlich heller als im Binnenland. Warme Materialien wie Teak und gedeckte Polsterfarben nehmen dieser Helligkeit die Härte. Grelle Weißtöne bei Möbeln dagegen würden mit der Fassade konkurrieren. Klassizistische Architektur verlangt zudem Symmetrie und Ordnung – eine Möblierung, die die Achsen der Fassade aufnimmt, wirkt hier selbstverständlicher als eine schräg in den Raum gestellte Gruppe.
Teak im Seeklima
An der Ostsee wirken Wind, Salz, Feuchtigkeit und viel UV-Licht auf jedes Material. Teak ist dafür seit Jahrhunderten das Holz der Wahl – nicht zufällig wurde es im Schiffsbau verwendet. Sein hoher Gehalt an natürlichen Ölen hält Wasser fern, das Holz arbeitet wenig und braucht weder Lack noch Lasur. Die Maserung ist seine eigene Dekoration.
Unbehandelt verändert Teak im Freien seine Farbe. Aus dem warmen Honigton wird innerhalb einer Saison ein silbriges Grau. Gerade an der See empfinden viele diese Patina als stimmig: Sie erinnert an Bootsstege und verwittertes Treibholz und harmoniert mit Weiß und Blau. Wer den ursprünglichen Ton erhalten möchte, reinigt das Holz im Frühjahr und behandelt es mit einem Teakpflegemittel. Wie das geht, beschreibt unser Teak-Pflege-Guide.
Achten Sie an der Küste außerdem auf die Beschläge: Schrauben und Verbindungen sollten für den Außeneinsatz gemacht sein, damit sie im salzhaltigen Klima nicht zur Schwachstelle werden.
Aus der Praxis: Was wir für Häuser an der See empfehlen
Hinter Garten-Stuhl steht ein Landschaftsarchitekturbüro aus Rostock, das seit mehr als zwanzig Jahren Gärten und Außenräume plant. Aus Projekten wie diesem haben sich einige Grundsätze ergeben:
- Klappbare Möbel wählen. Sie lassen sich bei Sturm und im Winter schnell verstauen.
- Stauraum mitplanen. Eine Kissentruhe auf Balkon oder Terrasse erspart den Weg in den Keller.
- Einen Schirm für zwei Zonen. Klug platziert beschattet ein großer Schirm Essplatz und Liegen zugleich; bei Wind gehört er geschlossen.
- Die Farben des Ortes aufnehmen. Weiß, Grün und der warme Holzton tragen eine Möblierung an der See besser als kräftige Akzente.
Weitere Möbel des Herstellers zeigen unsere Markenseite zu Barlow Tyrie und die Ascot Kollektion. Wenn Sie einen Außenraum an der Küste planen, beraten wir Sie gern – über unsere Gartenplanung oder direkt im Showroom in Rostock.
Häufige Fragen
Sind Teakmöbel für Häuser an der Ostsee geeignet?
Ja. Teak ist reich an natürlichen Ölen, verträgt Feuchtigkeit, Salzluft und Sonne und kann ganzjährig draußen stehen. Die silbergraue Patina, die sich mit der Zeit bildet, schadet dem Holz nicht.
Welche Barlow Tyrie Möbel wurden im Projekt verwendet?
Auf der Terrasse zwei Liegen der Monaco Serie, der Ascot Klapptisch mit 110 cm, vier Monaco Armlehnstühle und ein quadratischer Napoli Sonnenschirm. Auf dem Balkon drei Ascot Hochlehner an einem quadratischen Teaktisch und eine Kissentruhe aus Teak.
Müssen Teakmöbel im Winter hineingeholt werden?
Das Holz selbst nicht. Polster und Sonnenschirm sollten im Winter trocken gelagert werden; klappbare Möbel lassen sich platzsparend unterstellen oder abdecken.
Planen Sie auch Außenräume für private Kunden?
Ja. Über unsere Gartenplanung entwickeln wir mit Ihnen Terrasse, Balkon oder Garten – von der Möblierung bis zur Bepflanzung.

