Zum Inhalt springen
Warenkorb

Gartenmöbel winterfest machen: abdecken, lagern, pflegen

Gartenmöbel machen Sie in drei Schritten winterfest: Polster ins Trockene bringen, Gestelle reinigen und erst dann abdecken, wenn sie vollständig trocken sind. Teak und Schmiedeeisen dürfen ohne Weiteres draußen bleiben. Eine Schutzhülle hält Schmutz und Nässe ab, braucht aber Luft darunter.

Hinter Garten-Stuhl steht ein Landschaftsarchitekturbüro aus Rostock. Für uns ist eine Terrasse deshalb auch im Januar ein gestalteter Raum und kein Abstellplatz, den man bis April vergisst. Die wichtigste Entscheidung fällt jetzt im Herbst: Wer seine Möbel sauber und trocken in den Winter schickt, spart sich im Frühjahr die aufwendige Grundreinigung. Eine Regel für alle Materialien gibt es dabei nicht, und auch die Hersteller raten nicht überall dasselbe. Deshalb steht hier zuerst die Übersicht, danach die Begründung.

Welche Gartenmöbel können im Winter draußen bleiben?

Material Wo im Winter? Schutzhülle
Teak Kann draußen bleiben Optional, vor allem gegen Schmutz und Laub
Schmiedeeisen Kann draußen bleiben Sinnvoll, nur auf trockenes Möbel
Pulverbeschichtetes Aluminium Draußen oder überdacht Sinnvoll, nur auf trockenes Möbel
Polyrattan und Polyethylen-Geflecht Am besten drinnen, sonst überdacht oder unter der Hülle Sinnvoll, Luft zirkulieren lassen
Geflecht und Seil Draußen oder überdacht Sinnvoll, spart Pflegegänge
Mahagoni Nur überdacht, zum Beispiel unter einer Pergola Zusätzlich möglich
Polster und Kissen Trocken und belüftet im Innenraum Nicht auf dem Gestell unter der Hülle lagern

Die Übersicht ist unsere Einordnung auf Grundlage der Herstellerhinweise von Cane-line, Tribù und Unopiù. Maßgeblich bleibt immer die Pflegeanleitung Ihres Möbels.

Drinnen, überdacht oder unter der Hülle?

Cane-line nennt für seine Gestelle eine klare Reihenfolge: am besten im Innenraum, ersatzweise auf einer überdachten Terrasse oder im Carport, sonst draußen unter einer Schutzhülle. In der Praxis entscheidet der Platz. Eine große Lounge, ein langer Esstisch oder eine Gruppe Sonnenliegen passt selten in den Keller.

Tribù Lounge auf einer überdachten Terrasse mit Blick aufs Meer

Eine überdachte Terrasse nimmt dem Winter schon viel von seiner Wirkung, weil Regen und Schnee das Möbel nicht direkt treffen. Steht die Gruppe im Freien, übernimmt die Hülle diesen Teil. Cane-line beschreibt den Nutzen nüchtern: Eine Abdeckung erleichtert die Reinigung im Frühjahr und verlängert die Lebensdauer der Möbel.

Nicht jedes Material braucht diesen Schutz im gleichen Maß. Tribù bezeichnet naturbelassenes Teak als praktisch wartungsfrei und ganzjährig für draußen geeignet. Unopiù schreibt zu Schmiedeeisen, dass es im Winter nicht ins Haus gebracht werden muss. Hier geht es bei der Hülle also vor allem um Sauberkeit und den Aufwand im Frühjahr.

Gartenmöbel richtig abdecken: vier Regeln

Eine Schutzhülle für Gartenmöbel ist eine auf das Möbel zugeschnittene Abdeckung für die Zeit, in der es nicht genutzt wird. Sie wirkt nur so gut, wie sie aufgelegt wird.

  • Nur trockene Möbel abdecken. Cane-line rät, nasse Möbel zuerst trocknen zu lassen. Auch Unopiù empfiehlt für Aluminium und Schmiedeeisen, sie nach Regen erst in der Sonne trocknen zu lassen. Im November heißt das: einen trockenen Tag abwarten.
  • Für Luft sorgen. Unter einer Abdeckung kann sich über längere Zeit Kondenswasser bilden, das Schimmel und Stockflecken begünstigt. Cane-line empfiehlt, die Hülle vom Gestell abzuheben, damit Luft zirkulieren kann, und sie von Zeit zu Zeit anzuheben.
  • Nach Regen und Schnee nachsehen. Cane-line rät, die Hüllen zu prüfen und angesammeltes Wasser zu entfernen.
  • Passend wählen und sichern. Eine Hülle, die dem Möbel folgt, liegt ruhiger als eine Plane und hält seine Form erkennbar. Ein Zug am Saum hilft, sie am Möbel zu halten.

Unopiù Schutzhülle für Gartenmöbel, Detail der Belüftungsöffnung

Tribù Schutzhülle für Gartenmöbel, Detail des Kordelzugs am Saum

Schutzhülle für Gartenmöbel: wasserdicht und winterfest?

Wasserdicht allein macht eine Hülle noch nicht winterfest. Auch eine wasserdichte Schutzhülle macht das Lüften nicht überflüssig: Sie hält Regen von außen ab, Feuchtigkeit von innen kann sie aber zurückhalten. Deshalb lohnt der kurze Blick unter die Abdeckung an einem trockenen Wintertag. Achten Sie außerdem auf die Angaben des Herstellers: Cane-line weist darauf hin, dass seine Hüllen im Winter schützen, aber nicht vor Frost.

Polster und Kissen gehören ins Trockene

Polster sind im Winter der empfindlichste Teil einer Lounge. Unopiù rät, Kissen im Winter, bei längerer Nichtnutzung und bei anhaltendem Regen überdacht zu lagern. Cane-line empfiehlt einen belüfteten Raum, ersatzweise eine Kissenbox auf einer überdachten Fläche, und warnt davor, Kissen in feuchtem Klima auf den Gestellen liegen zu lassen, weil sich dort Schimmel bilden kann.

Entscheidend ist, dass die Kissen vor dem Einlagern wirklich trocken sind. Bei Cane-line Tex gehört dazu, Kissen aufrecht zu stellen, damit sie gut abtropfen. Unopiù nennt für seine Acrylstoffe eine Wäsche bei höchstens 30 °C ohne Schleudergang, die Bezüge aus Cane-line Tex sind ebenfalls bei 30 °C maschinenwaschbar. Verbindlich bleibt das Etikett im Kissen.

Die Materialien im Einzelnen

Teak

Teak ist das gelassenste Material im Garten. Unbehandelt wird es unter Sonne und Regen silbergrau. Tribù und Unopiù beschreiben diese Patina als natürlichen Vorgang, der Qualität und Struktur des Holzes nicht beeinträchtigt. Wer den grauen Ton mag, muss vor dem Winter nur Schmutz und Laub entfernen.

Bei der Behandlung lohnt der Blick in die Unterlagen der eigenen Marke. Tribù rät ausdrücklich davon ab, Teak mit Lack, Öl oder Leinöl zu behandeln, und nennt eigene Schutzmittel. Unopiù verweist auf seine Pflegeprodukte, um den honigfarbenen Ton zu erhalten oder wiederherzustellen. Mehr dazu zeigt unser Ratgeber Teakholz richtig pflegen.

Pulverbeschichtetes Aluminium

Aluminium sollte nicht mit einer Schmutzschicht in den Winter gehen. Tribù empfiehlt klares Wasser mit einem pH-neutralen Reiniger, Unopiù eine milde Seife. Für die Kollektion Aria nennt Gandia Blasco Wasser und neutrale Seife mit einem weichen Tuch und schließt Lösungsmittel, Bleichmittel, Stahlwolle und Metallbürsten aus. Hochdruckreiniger sind dort ebenfalls nicht zulässig. Die übrigen Werkstoffe erklärt unsere Materialübersicht.

Polyrattan und Polyethylen-Geflecht

Polyrattan ist ein Sammelbegriff für Kunststoffgeflecht, die Qualität unterscheidet sich je nach Hersteller. Cane-line beschreibt sein Geflecht Cane-line Weave als durchgefärbtes Polyethylen, das Feuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen verträgt. Für Herbst und Winter nennt der Hersteller trotzdem dieselbe Reihenfolge: drinnen, überdacht oder draußen unter einer Schutzhülle, die vom Möbel abgehoben wird. Gereinigt wird mit weicher Bürste und Seifenwasser. Eine ausdrückliche Frostangabe enthält das Datenblatt nicht.

Geflecht und Seil

Hier hilft vor allem die Reinigung vor der Winterpause. Für WaProLace® nennt Unopiù Wasser und ein mildes Seifenmittel mit gründlichem Abspülen. Seil aus Polypropylen braucht laut Unopiù keine regelmäßige Pflege, lässt sich bei Bedarf aber mit lauwarmem Wasser bis 30 °C, mildem Waschmittel und einer weichen Kunststoffbürste waschen und soll im Schatten trocknen. Für sein Trizo-Geflecht schreibt Tribù, dass eine Abdeckung zusätzlich schützt und die Zahl der Pflegegänge verringert. Details zu den einzelnen Geflechten stehen in den Hinweisen zu den Tribù Materialien und den Cane-line Materialien.

Die richtige Hülle finden

Unsere Schutzhüllen für Gartenmöbel reichen von einzelnen Sesseln bis zu großen Esstischen und Sonnenschirmen. Wichtig ist, nach dem konkreten Möbel zu wählen statt nach einem ungefähren Maß.

Schutzhüllen passend für Ego Paris Kama auf einer Terrasse vor berankter Fassade

Für die Serien Kama und Hive von Ego Paris führen wir weiterhin Hüllen, gefertigt von Context' in Frankreich: die Schutzhüllen passend für Ego Paris Kama und die Schutzhüllen passend für Ego Paris Hive. Sie unterscheiden sich je nach Möbel, bei Hive etwa nach niedriger und hoher Rückenlehne.

Gartenmöbel winterfest machen: der Ablauf

  1. Abräumen. Kissen, Decken, Teppiche und Accessoires von den Möbeln nehmen.
  2. Reinigen. Laub, Pollen und Vogelkot mit dem für das Material passenden Mittel entfernen.
  3. Trocknen lassen. Einen trockenen Tag abwarten, auch Fugen und Unterseiten sollen abtrocknen.
  4. Polster einlagern. Vollständig trocken und möglichst belüftet.
  5. Abdecken. Die passende Hülle auflegen und für Luftzirkulation sorgen.
  6. Nachsehen. Nach starkem Regen oder Schnee Wasser entfernen und die Hülle gelegentlich anheben.

Der Garten bleibt sichtbar

Eine abgedeckte Lounge steht den ganzen Winter im Blick, vom Wohnzimmer ebenso wie auf der Hotelterrasse oder am Poolbereich. Gut sitzende Hüllen halten die Form des Möbels erkennbar, lose Planen machen das Bild unruhig. Wer nicht alles abdecken möchte, kann trennen: Teak und Schmiedeeisen bleiben sichtbar stehen, Polstermöbel überwintern unter der Hülle oder im Innenraum. So bleibt der Garten auch im Januar ein gestalteter Ort.

Häufige Fragen

Soll man Gartenmöbel im Winter abdecken oder nicht?

Gartenmöbel im Freien abzudecken ist meist sinnvoll, wenn sie vorher sauber und trocken sind. Cane-line beschreibt, dass eine Abdeckung die Reinigung im Frühjahr erleichtert. Bei naturbelassenem Teak ist sie laut Tribù nicht zwingend, weil es ganzjährig draußen stehen kann.

Können Gartenmöbel im Winter draußen bleiben?

Gartenmöbel können je nach Material draußen bleiben. Tribù nennt naturbelassenes Teak ganzjährig für draußen geeignet, und Schmiedeeisen muss laut Unopiù im Winter nicht ins Haus. Polster sollten dagegen überdacht oder in einem belüfteten Raum lagern.

Können Polyrattan-Möbel im Winter draußen bleiben?

Polyrattan-Möbel können je nach Hersteller unter einer Schutzhülle draußen bleiben. Cane-line nennt für sein Polyethylen-Geflecht Weave den Innenraum als beste Lösung, danach einen überdachten Platz und zuletzt die Schutzhülle im Freien. Eine ausdrückliche Frostangabe enthält das Datenblatt nicht.

Darf man nasse Gartenmöbel abdecken?

Nasse Gartenmöbel sollten nicht abgedeckt werden. Cane-line und Unopiù raten, sie zuerst trocknen zu lassen.

Warum bildet sich unter einer Schutzhülle Schimmel?

Unter einer Schutzhülle kann sich Kondenswasser sammeln, wenn keine Luft zirkuliert. Cane-line empfiehlt deshalb, die Hülle vom Gestell abzuheben und sie von Zeit zu Zeit anzuheben.

Wo lagert man Gartenkissen im Winter?

Gartenkissen lagert man am besten trocken in einem belüfteten Raum. Cane-line nennt als Alternative eine Kissenbox auf einer überdachten Fläche und rät in feuchtem Klima davon ab, Kissen auf den Gestellen zu lagern.

Muss Teak vor dem Winter geölt werden?

Teak muss vor dem Winter nicht geölt werden, um haltbar zu bleiben. Die silbergraue Patina ist laut Tribù rein optisch, und Tribù rät von Öl ab. Wer den ursprünglichen Farbton erhalten möchte, folgt den Pflegehinweisen seines Herstellers.

Gibt es noch Schutzhüllen für Ego Paris Kama und Hive?

Schutzhüllen für Ego Paris Kama und Hive führt Garten-Stuhl weiterhin. Sie stammen von Context' aus Frankreich, dem Betrieb, der diese Hüllen bereits für Ego Paris gefertigt hat.